22. bis 24. September 2017

MarkenTag RAG

 
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Die Marke Bergbau erleben

 

Mit vielen Fragen im Gepäck sind wir als Gruppe von 13 Personen nach Gelsenkirchen gereist, neugierig, erwartungsvoll und auch ein bisschen skeptisch – denn: Was haben Bergbau und die RAG mit Marke zu tun? Und warum soll die RAG ein Vorzeigebeispiel dafür sein, was eine Marke ausmacht, obwohl sie doch offiziell gar keine Markenarbeit betreibt? Woher kommt die Kraft der Marke Bergbau? Und wie hat sich die Marke im Lauf der Zeit entwickelt, von den Anfängen des Steinkohlenbergbaus bis zur Schließung der Bergwerke Ende 2018? Warum begeben wir uns überhaupt unter Tage?

 

Es waren drei Tage, die wir mit der RAG verbracht haben. Drei Tage, an denen wir in eine Welt eintauchen durften, die so speziell und auch enden wollend ist. Diese Tage haben uns einen kleinen und doch intensiven Ausschnitt einer etwas anderen „Markenwelt“ eröffnet: Wir konnten erleben, was die Menschen zusammenhält und wie die RAG mit ihren Mitarbeitern umgeht, wie Kommunikation stattfindet und dies – wie wir es definieren würden – zum Employer Branding beiträgt. Und wir konnten erleben, dass Bergbau auch weit mehr ist als nur ein Job unter Tage – es ist eine Lebenseinstellung und es ist prägend für eine ganze Region, das Ruhrgebiet. Man könnte sagen, es geht um strategische Arbeit an Identität, die an vielen Stellen entsteht und gepflegt wird. Marke entsteht von innen – das haben wir hier auch wieder sehr stark erleben können.

 

Tag 1
Das Abenteuer beginnt …


im Hotel Heiners, einer ehemaligen Zeche, die zu einem Hotel umgebaut wurde. Im Nordsternturm der Vivawest treffen Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft.

Die alten Gelände wurden restauriert und architektonisch neu gestaltet, Künstler werden eingebunden, an dem Change einer ganzen Region mitzuwirken, so dass Neues entstehen kann. Hier wird nicht alten Zeiten nachgetrauert, sondern man trägt diese mit Stolz in neue Aufgaben weiter.

Im Nordsternturm befindet sich das Museum, geleitet von Thomas Schild, Geschäftsführer Nordsternturm GmbH. Eindrucksvoll wird hier die Historie des Bergbaus festgehalten und auch neu von verschiedenen Künstlern interpretiert.

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Tag 2
Erlebnis Bergbau – Marke im tiefsten Inneren erleben


Noch schnell ein Morgenkaffee um 5:30 Uhr im Hotel, bevor wir zum letzten aktiven Bergwerk Prosper-Haniel gebracht werden. Nachdem wir uns den Schlaf aus den Augen gerieben haben, präsentiert uns Wolfgang Dolfen, der Bereichsleiter Belegschaftsschutz des Standorts, beeindruckende Informationen zum Bergbau allgemein und zu „seiner“ Grube im Speziellen.

Das dazu gereichte Frühstück ist – wie die Kumpels vor Ort – einfach und herzlich, ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend hindert manche aber, ordentlich zuzulangen. Denn so eine Grubenfahrt birgt auch gewisse Risiken, weshalb sie nur für Menschen bei guter Gesundheit zwischen 18 und 60 Jahren zu empfehlen ist. Tausend Meter unter der Erde, bei Dunkelheit, künstlichem Licht, Lärm, Hitze, Staub und auf engem Raum: Das ist eine fremde Welt. Das muss man sich auch trauen!

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Tag 3
Unterwegs auf ehemaligem Zechengelände – Wandel ist spürbar

 

Auf der Biketour „Auf den Spuren des Bergbaus“, zu der wir Sonntagvormittag nach Essen in die „Grüne Hauptstadt Europas“ aufbrechen, sehen wir den Wandel der Zeit und der Architektur.

Dank komfortabler E-Bikes („Motor an!“) können wir uns auf die Facetten der Bergbaugeschichte konzentrieren: Von den sogenannten Kolonien, wo die Bergleute einfach und zweckmäßig untergebracht wurden und eine starke Verbundenheit zu „ihrer Straße“ entwickelten, über die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Kumpel, dem Brieftaubenzüchten, bis hin zur Schurenbachhalde mit ihren begrünten Hügeln.

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Stimmen

 

Wir fragten Werner Tubbesing, nach dem „Geheimnis“ des Erfolges:
„Die Botschaft ist, mit den Mitarbeitern ordentlich umzugehen, so wie man auch selber behandelt werden will. Die Mitarbeiter wissen, dass es uns wichtig ist, dass sie gesund nach Hause kommen – zum Thema Arbeitsschutz und Gesundheit. Das ist das Entscheidende. Authentisch sein, ehrlich sein und mit den Leuten vernünftig reden. Dem Unternehmen eine klare Richtung geben, auch für die zukünftigen Herausforderungen eine Vision geben, und mit den Mitarbeitern darauf hinarbeiten. Und vor allem: Es ernst meinen!“

 

Heike Reising, Wien: „Eigentlich nehm ich den Spruch von Werner Tubbesing mit, der immer sagt: ‚Alles ist gut!’, und wie gut kann es noch werden, wenn wir viel mehr draus machen. Das machen Sie hier mit toller Markenarbeit und Markenpflege, kombiniert mit den Menschen, die das Herz dazu haben. Faszinierend! ... Die Grubenfahrt war natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. Aber eigentlich war mehr das Erlebnis, wie die beiden Leiter der Standorte mit den Menschen dort in Kontakt gekommen sind, und wie sehr dieses Miteinander und diese Kameradschaft dort spürbar ist, wie sehr sie aufeinander achtgeben. Das habe ich in der Grube gestern gemerkt, auch in unserer kleinen Gruppe, die wir hatten, wie schnell jeder dem anderen geholfen hat. Das fand ich ein sehr schönes Erlebnis!“

 

Christian Krpoun, Wien: „Man hat gesehen, wie emotional das Thema bei den Menschen hier in dieser Situation auch erlebt wurde, wie stark die mitleben, wieviel Leidenschaft dahinter ist. Für die ändert sich deren Leben! Das ist schon beeindruckend!“

 

Jürgen Hollstein, Kempen, Deutschland: „Wir kommen ja gerade von unter Tage zurück, das bedeutet: tausend Meter unter der Erde. Da wo sonst meine Heimat ist, da bin ich jetzt mal ganz unten gewesen – da, wo das schwarze Gold gefördert wird. Das war sehr beeindruckend, und ich bin deswegen auch sehr dankbar und bereichert. Ich denke, wenn man das einmal erlebt hat, dann vergisst man das nie! Die Bergfahrt war das Highlight, auch die damit verbundene Emotion, zu wissen, dass da Menschen sich einsetzen für uns, dass die den Brand Club unterstützen. Wir sind mit Geschenken überhäuft worden, mit menschlichen Geschenken, mit Kohlestücken. Und zu sehen, wie aus dem Flöz in tausend Meter Tiefe Kohle gefördert wird, und das hautnah – das ist eine Erfahrung, die ich auch immer mit dem Brand Club verbinden werde. Vielen Dank, das war ein echtes Highlight.“

 

Christian Arentz, Haltern am See (Ruhrpott): „Ich fand es super und spannend, dass wir am Freitag viele Vorträge hatten und auch die Gelegenheit, das Nordstern-Museum zu besuchen. Auch die Skulptur, den Herkules mit über 20 Metern, auf dem Turm zu besichtigen, war toll.
Die Gelegenheit, an der Grubenfahrt teilzunehmen und die Arbeitswelt unter Tage zu erleben, war für mich – gerade als Bewohner des Ruhrgebiets – schon einmalig. Für meine Arbeit im Bereich Markenbildung nehme ich vor allem die Authentizität mit, dass in der internen Kommunikation das Unternehmen ein riesen Standing geprägt hat und dass die Leute das hier leben – einfach weil sie tagtäglich damit konfrontiert werden. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass man die alten Gebäude und Förderanlagen sehen kann, und das ist ja auch im Nordsternmuseum deutlich geworden. Bei 50 Industriedenkmälern, welche die RAG betreut, ist das eine große Verantwortung. Mein Highlight war definitiv die Grubenfahrt, aber auch das Miteinander mit den anderen Markenexperten hier vor Ort und der Austausch mit den Markenexperten aus Österreich – auch das war ein Highlight!“